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50 JAHRE SPORTFLIEGERCLUB GANDERSHEIM-SEESEN
Der Vorstand des Sportfliegerclub Gandersheim-Seesen hatte ins Fly Inn, dem Flugplatzlokal auf dem Kühler, eingeladen. Anlass war das 50-jährige Jubiläum des Clubs. Geerd Ebeling, 1. Vorsitzender, begrüßte annähernd vierzig Teilnehmer zum Brunch. Im Rahmen eines Vortrages mit Diaschau, gab Henning Jahns, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer, einen für alle Anwesenden interessanten Rückblick auf die Geschichte des Vereins.

Bereits 1957 landete das erste Motorflugzeug, von Karl Jahns gesteuert, auf dem Kühler. In hunderten Arbeitsstunden wurde die frühere Ackerfläche zu einer ebenen Start- und Landebahn hergerichtet und eine Flugzeughalle gebaut.
Am 16. Mai 1960 trafen sich die Gründungsmitglieder im “Alten Fritz“ in Seesen und gründeten den ersten Motorfliegerclub mit Sitz in Bad Gandersheim. Der anfangs lose Zusammenhalt von Interessierten, z.T. ehemaligen Kriegspiloten, bekam damit einen festen Rahmen. Als Vorsitzender wurde Karl Jahns gewählt und Robert Urban als Stellvertreter. Diese Namen, ebenso wie: Julius Lingemann, Helmut König und Gerd Friede aus Seesen sind vielen älteren Gandersheimern noch in guter Erinnerung. Alle zusammen und noch viele Andere konnten ein Jahr später den 12. Motorflugplatz in Niedersachsen eröffneten. Schon 1963 hatte man eine viersitzige Fairchild als Vereinsmaschine angeschafft, 1966 kam eine Cessna 180 hinzu. Fünf Jahre später, Helmut König hatte den Vorsitz übernommen, folgte eine Cessna 182. Sein Sohn Richard wurde Technischer Leiter, er hatte beim Militär Düsen- und Turbinentriebwerke gewartet und war dazu als Kfz-Meister der „Oberschrauber“ des Vereins.
Ihm und seinen Nachfolgern ist es bis heute zu verdanken, dass es nie zu Unfällen durch technische Probleme kam. Im Jahr 1986 kaufte der Verein eine Robin Remorquer. Henning Jahns, Sohn des Gründungsmitglieds Karl Jahns, hatte schon einige Jahre vorher seine Pilotenlizenz bestanden und war inzwischen zu einem erfahrenen und verantwortungsbewussten Piloten aufgestiegen. 1990 wurde er 1. Vorsitzender, nachdem dem Verein bereits 1989 die Gemeinnützigkeit ausgesprochen wurde. So ging die Entwicklung des Vereines kontinuierlich weiter. Modernere Maschinen ersetzten die älteren. Flugtage, Vereinsausflüge, Neujahrsfliegen und Rallyes wurden ausgetragen; mehrmals war der Flugplatz Etappenziel des Deutschlandfluges, wie z.B. 1997 als 130 Sportflugzeuge auf dem Kühler landeten. Fast alle großen Ereignisse wurden vom SFC ausgerichtet.
Die Stellfläche in der alten Wellblechhalle des SFC reichte nicht mehr aus, um die Flugzeuge neuer Mitglieder unter zu bringen. Dazu kamen mehrere Ultraleichtflugzeuge. Deshalb wurde 1997 die erste Halle abgerissen und in Eigenleistung durch einen neuen Hangar ersetzt. Z. Zt. befinden sich fünf Sportflugzeuge und vier Ultraleichtfluggeräte in dieser Halle. Im Jahr 1998 genehmigte die Bezirksregierung Braunschweig die vereinseigene Flugschule, in der mehrere Fluglehrer Nachwuchspiloten auf zwei Maschinen ausbilden. Dem Verein gehören in den Fachgruppen Motorflug, Ultraleicht, Ballonfahrer und Modellflug 57 Mitglieder an.
Henning Jahns betonte bei seinen Ausführungen, dass der SFC ein lebendiger Verein mit überdurchschnittlich vielen Aktivitäten sei und wünschte für 2011 eine Fortsetzung der bisherigen erfreulichen Entwicklung. Er dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz zum Wohle des Vereins und wünschte ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in die neue Saison. |